Hallo und willkommen zurück,

habt ihr schon mal davon gehört, dass man beim Verkauf weniger den Kopf, sondern das Herz ansprechen soll? Ich meine jetzt gar nicht in der Art von “Der Ton macht die Musik”, das ist eine ganz andere Baustelle.

Nein, es ist schon die Wortwahl. Wer mit der Wortwahl ein wenig jonglieren kann, der hat es bei einem Argumentationsgespräch einfacher, als andere. Und damit meine ich nicht die fremdwort-rum-schmeißenden Sprechblasen.



 

Hier habe ich ein schönes Beispiel gefunden:

Sprechen Sie das Herz an.

Es war an einem schönen Frühlingstag in New York. Der Central Park war prächtig anzuschauen. Die ersten Tulpen öffneten ihre Kelche, Tausende von Maiglöckchen übersäten den frischgrünen Rasen, der Goldregen leuchtete. Direkt gegenüber dem Park, an der Ecke zur 72. Straße, stand ein Blinder und bettelte. Vor ihm lag eine Mütze, in der nur wenige Cents lagen. Der Blinde hatte ein Schild in der Hand. Sicherlich hatte ihm ein guter Freund diesen Text darauf geschrieben:

Helft dem Blinden!


Auf dem Weg zu seiner Agentur kam ein Werbetexter vorbei und sah den Blinden und das Schild. Er blieb einen Moment stehen und bat den Blinden, ihm doch mal das Schild zu geben. Er drehte es um und schrieb auf die Rückseite einen anderen Text, den der Blinde jetzt nach vorn hielt.

Als der Texter am Nachmittag auf seinem Heimweg wieder an den Blinden vorbeikam, erzählte ihm dieser voller Dankbarkeit, dass er noch nie so viele Münzen in seiner Mütze gehabt hätte, sogar Dollarnoten seien dabei gewesen. Nun wolle er aber doch unbedingt wissen, was auf seinem Schild stünde.

Der Text lautete:

Es ist Mai – und ich bin blind.

 
 




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