IBAN

Ab Februar 2014 ist es soweit. Der Zahlungsverkehr so wie wir ihn heute kennen wird sich komplett verändern.
Ja, ein langweiliges, aber trotzdem ein wichtiges Thema. Denn du willst ja nicht mit fragendem Gesicht da stehen, wenn die Banken Europas dir die BICs, IBANs und SEPAs um die Ohren hauen, oder?

Eigentlich ist es auch gar nicht so wild, …..oder vieleicht doch?

Nehmen wir uns als erstes den Überbegriff SEPA mal vor.

SEPA steht für “Sinlge Euro Payments Area”. Hübsch, nicht wahr?
Auf Deutsch heißt das dann “Einheitlicher Euro-Zahlungsverkehrsraum”!

SEPA soll den bargeldlosen Zahlungsverkehr in Europa vereinfachen. Aber nicht nur die EU-Staaten machen bei diesem vereinfachten Verfahren mit. Mit an Bord sind Island, Lichtenstein, Norwegen, Monaco und die Schweiz. Zumindest wird das Verfahren dort nutzbar sein.

Schauen wir uns doch einfach mal die Änderungen anhand der verschiedenen Überweisungsformulare an:

Hier ein herkömmlicher Überweisungsträger

Überweisungsträger-einzeln

(c) by Erik Streb

 

Und nun ein neuer- auf SEPA ausgelegter Überweisungsträger

Sepa Überseisung

Die große Veränderung sind die Kontendaten.
Was früher Kontonummer und Bankleitzahle war, wird zu IBAN und BIC.

Und nicht nur auf den Überweisungsträger werden diese Faktoren getauscht, auch bei anderen Bankformularen. Natürlich auch auf vielen Geschäftsunterlagen und Briefpapieren.


 

Aber was ist IBAN?

Zuerst mal bedeutet IBAN „International Bank Account Number“ oder auf Deutsch “Internationale Bankkontonummer”.

Wobei es das deutsche Wort für uns sehr gut zusammenfasst.

Bankkontonummer     =          Bankleitzahl + Kontonummer

Da es sich bei dem neuen Zahlungsverkehr ja um ein internationales Verfahren handelt, muss natürlich auch in dieser Nummer zu sehen sein. Daher steht am Anfang das Länderzeichen bzw. die Länderbuchstaben. Für Deutschland ist das DE (wie überraschend). Zu den Länderbuchstaben gesellt sich dann noch eine zweistellige Prüfziffer. Mit dieser Prüfziffer kann ermittelt werden, ob es die IBAN wirklich geben kann. So lassen sich nach Situation direkt Fehler aufdecken.

Also nochmal:

Bankkontonummer = Länderzeichen + Prüfziffer + Bankleitzahl + Kontonummer

Eine IBAN für ein Konto bei der Volksbank Erft eG würde wie folgt aussehen:

Länderzeichen        =          DE

Prüfziffer z.B.          =          39

Bankleitzahl            =          37069252

Kontonummer         =          123456789

Und das Ganze am Stück:

DE3937069252123456789

Und siehe da, sieht kompliziert aus, ist es aber nicht!


 

Amazon ImageDamit wäre IBAN ja geklärt, bleibt nur noch BIC.

Gewöhn dich am besten erst gar nicht zu sehr an BIC, denn diese Kennzahl hat nur eine eingeschränkte Lebensdauer. Wir brauchen sie für Überweisungen und Lastschriften nur noch bis Februar 2014. Bei Zahlungsverkehr mit anderen Ländern im SEPA-Verbund, braucht man sie noch bis Februar 2016.
Danach sollte diese Kennzahl komplett weg fallen.

Aber bis zu dieser Zeit, muss sie verwendet werden. Da wäre es doch toll, wenn man weiß, worum es sich da handelt. Tja, dafür bin ich ja da ;-)

BIC steht für “Business Identifier Code”. BIC ist mit der Bankleitzahl zu vergleichen, wobei diese „Bankleitzahl“ weltweit gilt und nicht auf Deutschland begrenzt ist. Jedes Bankunternehmen hat eine eigene BIC und kann so weltweit identifiziert werden.

Es gibt für BIC übrigens auch einen anderen Namen, SWIFT-Code. Nur nicht verwirren lassen!

Aber SEPA bringt nicht nur Veränderungen beim Überweisen, sondern auch beim Lastschriftverfahren. Daher hau ich mal direkt eine Warnung heraus:

 

WICHTIG FüR GESCHäFTSLEUTE DIE SELBER LASTSCHRIFTEN EINZIEHEN!

Aufgrund der Veränderungen durch SEPA gibt es auch tiefgreifende Veränderungen beim Einzug von Lastschriften.

Da dies aber sehr speziell ist, möchte ich dich bitten, für Information zu diesem Bereich deine Bank aufzusuchen. Es ist auf jeden Fall wichtig, dass du, falls du Lastschriften vom Konto deiner Kunden einziehst, dich komplett und gründlich beraten zu lassen.

Auf jeden Fall solltest du bei der Bundesbank eine Gläubiger-ID beantragen. Wie du das genau machst, sagt dir dein Banker, vorausgesetzt du hast einen Vernünftigen. Natürlich kannst du dich auch im Netz schlau machen, aber ganz ehrlich, ich hab schon recherchiert und bin der Auffassung, man sollte sich die Infos aus erster Hand holen.

 

Es gibt 2 verschieden Arten der SEPA-Lastschrift.

Da wäre das Verfahren, welche ausschließlich für den Zahlungsverkehr unter Geschäftskunden  Anwendung findet, die sogenannte SEPA-Firmenlastschrift (SEPA Business to Business Direct Debit) und dann noch das Verfahren für die normalsterblichen Privatkunden. Hier nennt sich die Lastschrift dann SEPA-Basislastschrift (SEPA Core Direct Debit).

Auch hier lösen die SEPA-Verfahren ab dem Februar 2014 die bekannten nationalen Lastschriftverfahren ab!

Aus Privat-Kundensicht ändern sich damit auch einige Dinge.

Einer der größten Unterschiede wird sein, dass mit dem neuen Verfahren Lastschriften im gesamten SEPA-Raum möglich sind.

Amazon ImageAuch ist es interessant, dass es bei den SEPA-Lastschriften keine zeitlichen Verschiebungen mehr gibt. Jede SEPA-Lastschrift wird zu einem fixen Termin angewendet. Dies hilft natürlich bei einer korrekten Planung unserer Finanzen.

 

So, ich hoffe ich konnte ein wenig Licht ins Dunkle bringen. Aber ich möchte darauf hinweisen, dass alle Angaben ohne Gewähr sind. Auch waren das nicht alle Änderungen, es gibt noch viele kleine und große Änderungen. Da Gröbste ist dir aber nun bekannt. Für weitere Informationen, falls Behördendeutsch für dich keine Zumutung darstellt, kann ich dir folgende Seite empfehlen: www.sepadeutschland.de/

 

Bis dahin

 

Mercy

 




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