PLRMRR

Unterhalten wir uns heute über das Thema “Content-Erstellung”. Für alle, die mit dem Englischen nichts am Hut haben, bei Content handelt es sich schlicht um den Inhalt einer Seite. Denn jeder, der einen Blog oder eine Internetseite führt, ist sich im Klaren, dass er seine Seite immer wieder aktualisieren muss, damit sie für die Menschen vor dem Monitor interessant bleibt.

Einer der Erfolgsfaktoren einer Webseite ist die Aktion. Ohne neue Aktionen hat der Besucher keinen Grund, noch mal wieder auf die Seite zu kommen. Selbst bei augenscheinlich statischen Seiten, wie zum Beispiel Produktbewertungsseiten, muss der Admin darauf achten, dass immer wieder aktuelle Artikel erstellt werden. Ansonsten läuft er Gefahr, dass seine Seite max. zweimal besucht wird. Wenn sich der Content nach dem zweiten Besuch nicht erneuert hat, kommen die Leute nämlich meist nicht wieder.

Kein Mensch würde sich die Tagesschau von letztem Monat anschauen, oder?

Nun ist es aber so, dass einem irgendwann nichts mehr viel einfällt. Man hat eigentlich schon alles geschrieben, was es über das Thema zu schreiben gibt und einem fällt partout nichts Gescheites mehr ein. Klar, man könnte jetzt “irgendwas schreiben”, nur damit man irgendwas auf seinem Blog stehen hat, abe rmal ehrlich, meist hat sowas für den User nicht viel wert. Dann ist es doch besser, nichts zu schreiben. Ich denke, die Menschen verzeihen einem eine Pause eher, als wenn man anfängt, irgendwelchen Mist zu schreiben, nur damit man was geschrieben hat.

OK, ich denke das Problem dürfte nun klar sein, aber was für Lösungen gibt es?

Man bedient sich einfach bei anderen! Ja, genau! Man sucht im Netz nach ähnlichen Blogs und kopiert deren Seite auf seinen Blog und nach nur ein paar Tagen hat man eine Abmahnung im Briefkasten. Jo, was viele nämlich unterschätzen, das Copyright oder auf Deutsch das Urheberrecht, gilt auch für Texte. Das ist also eine ganz schlechte Idee.

Tja, das Urheberrecht ist schon so eine Krux, wobei auch ich denke, dass es in Deutschland auch ein wenig übertrieben ist. Wenn ich mir überlege, was inzwischen alles geschützt ist, frage ich mich, womit die Leute mehr Geld verdienen. Mit den Produkten und Dienstleistungen oder doch eher damit, jedem, der bei drei nicht auf den Bäumen ist, eine Abmahnung zu schreiben. Aber egal, das nur mal so am Rande.

Es gibt aber auch Texte und Produkte, bei denen der Ersteller bzw. Produzent dem Käufer bestimmte Rechte einräumt! Und hier wird es spannend. Der Produkteigentümer gibt dem Käufer zum Beispiel das Recht, sein Produkt weiter zu verkaufen. Oder sogar an weitere Wiederverkäufer weiter zu verkaufen! Und das, ohne Lizenzgebühren zu bezahlen.

Vielleicht bist du schon mal auf deiner Reise durch das Netz der unerwarteten Möglichkeiten drüber gestolpert. Es werden Produkte mit RR, MRR oder PLR angeboten. Bei diesen Abkürzungen handelt es sich um bestimmte Rechte, welche der Ersteller dem Käufer/Nutzer gewährt. Diese Rechte sind sehr variabel und meist (so sollte es sein) schriftlich fixiert. Es gibt im Grunde einige Hauptarten von Rechten, welche aber im Detail sich trotzdem stark unterscheiden.

Ich werde dir nun die einzelnen Rechte (oder auch Lizenzen genannt) vorstellen und danach aufzeigen, wie uns Produkte mit diesen Rechten weiterhelfen können. Ich werde die englischen Bezeichnungen verwenden, da diese auch in Deutschland meist genutzt werden.

Beginnen möchte ich mit der

PU-Licence

Das PU steht für „Personal Use“ und erlaubt dir eigentlich nur den eigenen Gebrauch. Du darfst das Produkt weder weiterverkaufen noch ändern. Fall es ein E-Book ist, darfst du es lesen und das war es dann auch. Im Grunde alle wie gehabt.

RR – Resell Rights

Bei Produkten mit dieser Lizenz erhältst du die Verkaufsrechte. Das bedeutet, du darfst anderen Interessierten dieses Produkt mit einer PU-Lizenz weiter verkaufen. Du darfst es zwar nicht ändern, aber das Gute ist, vom Erlös dieses Produktes, fließt 100% der Einnahmen in deine Tasche! Du musst dem Ersteller des Produktes keine Tantiemen bezahlen. Interessant ist dies natürlich bei reproduzierenden Produkten, wie zum Beispiel bei E-Books, Reporten, Software und so weiter.

MRR – Master Resell Rights

Hier hast du in der Regel die gleichen Rechte, wie bei den Resell Rights, mit dem großen Unterschied, dass du das Produkt gleich mit 2 Lizenzen weiter verkaufen darfst. Einmal wie bei den Resell Rights mit einer PU-Lizenz und dann mit einer Resell Rights Licence. Das bedeutet, du darfst anderen Verkäufern Resell Rights zum Produkt verkaufen. Auch hier behältst du 100% der Einnahmen.

Private Label Rights

Kommen wir nun zu der Lizenz, welche dem ausgebrannten Artikelschreiber zugute kommt.

Auch wenn es bei dieser Lizenz mittlerweile gewaltige Unterschiede gibt, war es ursprünglich die ultimative Lizenz für Produkte, mit denen du quasi machen kannst, was du willst. Du kannst sie verschenken und alle Arten von Lizenzen erstellen und verkaufen. Du kannst aber auch einfach deinen Namen draufpacken und dich als Autor ausgeben. Oder bei einer Software als Entwickler oder bei Grafiken als Designer. Du kannst Teile oder das ganze Produkt verwenden, verkaufen, verschenken, ändern und was weiß ich nicht alles machen.

Diese drei Lizenzarten sind eigentlich der Ursprung. Leider wurden sie von vielen Erstellern derart modifiziert, dass man wirklich immer die genauen “Unterrechte” lesen muss, um sicherzugehen, was man darf und was nicht.

Besonders modifiziert werden die Private Label Rights. Manchmal werden Produkte mit dieser Lizenz angeboten und wenn man sich dann die PLR (Private Label Rights) genauer anschaut, stell man fest, dass man in Wirklichkeit eigentlich doch fast nicht mit dem Produkt machen darf. Der Grund, warum viele Händler das Ausnutzen liegt daran, dass sich Produkte mit dieser Lizenz sehr gut verkaufen lassen. Ich persönlich finde es sehr schade, da dies für mich schon fast nach Täuschung aussieht. Allerdings, wenn man die Rechte genau durchliest und ggf. noch mal nachfragt, kann eigentlich nichts schief gehen.

OK, wie können wir nun solche Produkte nutzen. Wenn man nicht ganz gescheit in der Birne ist und man seinen Blog bzw. seine Internetseite so schnell wie möglich kaputtmachen will, dann kopiert man einfach den Inhalt der PLR-Produkte.

Hier liegt allerdings im Duplicate Content (doppelter Inhalt) die Gefahr und es passiert schnell, dass man von Google bestraft wird. Das bedeutet nichts anderes, als das du bzw. deine Seite in den Suchmaschinen abgestraft wird und deine Seite schlechter (wenn überhaupt noch) zu finden ist.

Was ich aber schlimmer finde, ist die Vorstellung, dass du auf einem Blog dasselbe liest, wie vor Kurzem auf einem anderen Blog.

Da ich aber weiß, dass du zu den klugen Menschen zählst, glaube ich, dass du genaue Vorstellungen hast, wie man dieses Material nutzen kann.

Ich erzähle dir nun, wie ich es nutze. Ja, auch ich nutze PLR-Material, zwar nicht für diesen Blog hier, aber bei anderen Gelegenheiten. Es gibt zum Beispiel PLR-Artikel und PLR-EBooks. Diese schaue ich mir an und schlachte sie komplett aus. So wie man ein Bastelfahrzeug ausschlachtet. Bei den Fahrzeugen wird das Vehikel in die Einzelteile zerlegt und dann wir geschaut, was funktioniert noch und was kommt in den Müll.

Nach demselben Prinzip verfahre ich mit PLR-Produkten. Nachdem ich die Teile rausgefiltert habe, die Sinn machen könnten, teste ich sie selber aus und recherchiere, ob das wirklich funktioniert. Ja, das ist im ersten Moment mehr Arbeit, als wenn man sich hinsetzt und einen eigenen Artikel schreibt. Aber dieses Verfahren inspiriert mich und bringt mich auf viele neue Ideen, welche ich dann nachgehe. Am Ende habe ich Material für 10 – 15 Artikel, welche dann eigentlich wieder einzigartig und selber erarbeitet sind.

Ich nutze die PLR-Produkte quasi als Inspirationsquelle. Was ich auch oft mache, wenn ich guten Inhalt finde und die Lizenz es mir erlaubt, das Produkt zu verschenken, dann verschenke ich das auch. Da gebe ich dann auch den ein oder anderen Euro für aus. Ich glaube einfach daran, das „Teilen“ langfristig auf einen zurück fällt. Egal auf welche Art auch immer.

Wirklich genial sind Grafiken und Bilder mit einer der oben genannten Lizenzen. Alleine schon, dass man eine Erlaubnis hat, diese Bilder so zu verwenden, wie man mag. Auch sind diese Produkte interessantes Handelsgut. Denn Bilder sind teuer. Wobei man ja im Normalfall nur die Erlaubnis kauft, das Bild irgendwo zu verwenden. Dies dann auch noch mit immensen Auflagen. Da lobe ich mir Bilder mit einer der genannten Lizenzen. Habe ich Bilder mit MRR-Lizenz gekauft, dann kann ich diese sogar an andere Händler und an Eendkunden weiterverkaufen. Mit Private Label Rights habe ich sogar die Möglichkeit, diese zu verändern.

Ein weiteres sehr interessantes Produkt sind Audio-Dateien. Bei Musik hat man dasselbe Problem wie mit den Bildern und Grafiken. Urheberrechte! Nun ja, sagen wir mal so, es sind schon einige an den Abmahnungen reich geworden.  Also hier gilt auch „Aufpassen“. Bei Audiodateien gilt also grundsätzlich die Regeln wie bei Bildern. Genauso sind Audiodateien wie Bilder sehr gefragt. Sie werden zum Beispiel sehr gerne in Videos verwendet.

 

Allerdings gibt es auch eine schlechte Nachricht.

Der Handel mit Produkten mit  RR-, MRR- oder PLR-Lizenzen hat extrem zugelegt. Was gleichzeitig auch bedeutet, dass du viel Schrott findest. Ja, das ist leider so. Manchmal komme ich mir wie ein Goldsucher vor. Die Menge an schlechten Produkten ist manchmal frustrierend. Wenn du aber was Feines findest, dann kann sich die Suche schon gelohnt haben.  Ich nutze selber 2-3 Audiodateien, die ich selber mit PLR-Datei besitze, für meine Projekte. So zum Beispiel in meinem Jingle bei den besprochenen Beiträgen, die Musik in meinem Intro oder die Hintergrundmusik in den Videos sind solche Dateien. Allerdings habe ich mich wirklich durch Hunderte von Musikfiles durchgehört, bis ich diese Juwelen gefunden habe. Aber wenn man bedenkt, dass ich nun freie Handhabe über diese Dateien habe, hat sich das längst gelohnt.

Bei den Bildern ist es das Selbe. Ich habe lange gesucht, aber was ich gefunden habe, hilft mir nun ungemein.

Leider gibt es nicht viele Anlaufstellen in Deutschland, wo man Produkte mit diesen Lizenzen erwerben kann. Da sieht der amerikanische und englische Markt schon interessanter aus. Wobei auch hier viel Schrott verkauft wird.

Am besten man bedient sich Tante Google und sucht im Netz. Ich werde auch in einigen Wochen einen Shop eröffnen, indem ich auch Produkte mit RR-, MRR- und PLR anbieten werde, aber bis dahin vergehen bestimmt noch ein paar Wochen.

Auch gibt es im englischsprachigen Bereich PLR-Clubs, wie zum Beispiel www.idplr.com

Meist werden monatliche oder eine einmalige höhere Gebühr fällig. Auch in Deutschland hat es solche Clubs mal gegeben, aber irgendwie ist das eingeschlafen.  Wobei ich mir nicht sicher bin, was besser ist, lieber einzelne Produkte mit den jeweiligen Lizenzen kaufen oder einem Club mit monatlichen Kosten beitreten. Muss aber jeder selber entscheiden.

Mir war jetzt nur wichtig, dass du weißt, was es so alles gibt. Wenn du noch Fragen hast, stehe ich dir gerne zur Verfügung.

Ich wünsche dir einen erfolgreichen Jahresausklang.

 

Mercy

 




{ 1 Kommentar }

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  • Dan 29.07.2016, 14:22

    Wow danke. Genau was ich gesucht habe :) werde mir mal paar Artikel mit der PLR Lizenz holen und ein schönes Gesamtpaket an eBooks zusammenstellen :)
    LG Dan

    Antworten
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