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Verkaufen ist wie Liebe von Hans-Uwe-L. Köhler.

Zum Buch selber, an und für sich gut verarbeitet und liegt mit seinen 196 Seiten Inhalt gut in der Hand.

Das Druckbild selber ist leider nicht ganz so gut. Es kommt vor, dass einige Zeilen blasser sind, als der restliche Text. (Unter dem Artikel findest du ein Beispiel hierzu). Dafür gibt es ein rotes Lesebändchen, was mich wieder froh gestimmt hat.

Kommen wir zum Inhalt. Vorweg, es handelt sich um meine subjektive Meinung, welche selbstverständlich nicht repräsentativ ist.

Der Titel ist vielversprechend, besonders die Untertitel. Da steht „Perfekte Verkaufsgespräche sind Erotik pur“ und „Nichts für Anfänger“.

Mit der zweiten These gehe ich voll mit, denn das Buch ist für mich ein unterstützendes Buch.

Für Neulinge, welche sich gerade an das Verkaufen herantasten, ist es nicht geeignet. Es wird zwar Basiswissen vermittelt, wie zum Beispiel verschiedene Fragetechniken, es fehlt meiner Meinung aber sehr viel. So wird dem Leser zwar gezeigt, wie man Argumente formuliert, eine wirkliche Einwandbehandlung fehlt aber. Am meisten hat mich irritiert, dass er Autor davon abrät, den Kunden nach dem Abschluss zu fragen.

Er ist der Meinung, dass man den Abschluss so lange herausziehen sollte, bis der Kunde es im Grunde gar nicht mehr abwarten kann, dass er kaufen darf. Um so einen Sog, wie es der Autor darstellt, aber herzustellen, bedarf es meiner Meinung nach schon extremes Verkaufswissen und viel Erfahrung.

Obwohl ich schon Jahrzehnte im Verkauf tätig bin, würde ich mir das nicht zutrauen. Ich bin mir auch nicht sicher, ob dies der einfachere Weg ist, für Anfänger ist dies in meinen Augen auf jeden Fall nicht geeignet.

Was schön umschrieben wird, sind die verschiedenen Kaufmotive, welche man kennen sollte, sowie einige Aspekte aus dem neurolinguistischem Programmieren (NLP). Es wird auf den Unterschied eingegangen, ob ein Mann oder eine Frau verkauft und ob es sich um eine Kunde oder um eine Kundin handelt. Sehr interessant ist auch die Beobachtung, was einer Frau bzw. einem Mann wichtig ist und wie man eben genau darauf achtet.

Ein Schwerpunkt des Buches ist die These, dass Empathie im Verkaufsgespräch sehr wichtig ist und man den Kunden gut, ehrlich und respektvoll behandeln muss. Alles Dinge, welche ich genauso sehe. Es wird darauf eingegangen, wie wichtig wohldosiertes Lob ist und die Gefühle und Wünsche des Kunden anspricht.

Was ist das Besondere an dem Buch?

Der Autor stellt immer wieder Vergleiche zwischen dem Verkaufsprozess und der Liebe auf. Was nun bei dem Titel auch nicht wirklich überraschend ist. Allerdings war es mir einen Tick zu viel. Wie gesagt, es ist meine subjektive Sicht. Es ist teilweise sehr lustig beschrieben, aber nach einer Weile empfand ich es zu langatmig.

Mein Fazit

Ein unterstützendes Buch, welches dem Verkäufer andere Sichtweisen aufzeigt und an evtl. vergessene Dinge erinnert. Auf keinen Fall eine „Verkaufsbibel“, welche ich einem neuen Verkäufer an die Hand geben würde.

Ich gebe dem Buch 3 von 5 Sternen.

3von5

Zu mehr Sternen fehlen einfach zu viele Dinge, welche ich wichtig finde. Das hat nicht mit schlechtem Handwerk zu tun, sondern viel mehr mit dem Ansatz es Autor, welchen ich nicht gänzlich folgen kann. Mir fehlen Ideen und Inspirationen im Bereich Einwandbehandlung, Abschlusstechniken fehlen komplett. Diese sind aber auch in diesem Buch gar nicht vorgesehen, da der Autor davon ausgeht, dass dieser bei Anwendung der „LoveSelling“ Art des Verkaufens sich von selber entwickelt.

Würde ich mir das Buch noch mal kaufen? Nein. Es ist interessant zu lesen, aber ich habe mir irgendwie mehr erwartet.

Ist das Buch deswegen schlecht? Nein, auf keinen Fall.

Ist das Buch seine € 29,90 wert? Nun, auch wenn ich es mir nicht noch mal kaufen würde, denke ich, dass der Preis fair ist. Ich bin mir sicher, dass es viele Leser geben wird, die begeistert sein werden.

Und im Grund eist es ja so, wenn man in einem Buch nur einen Tipp findet, welche einem den Verkauf in der Zukunft einbringt, hat sich fast jeder Preis rentiert.

Daher möchte ich diese Rezession mit etwas sehr Positiven beenden.

Es gibt im Buch einen Ansatz, der sich mit der Realitätswelt und der Scheinwelt des Kunden auseinandersetzt. Und den Teil finde ich sehr gut. Ich bin mir sicher, dass mir das in meinem weiteren Verkauf-Leben helfen wird.

 

Bild von blassen Zeilen:

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