WordPress database error: [Table 'd01af487.wp_cleverejobs_adrotate_tracker' doesn't exist]
SELECT `timer` FROM `wp_cleverejobs_adrotate_tracker` WHERE `ipaddress` = '54.196.17.157' AND `stat` = 'i' AND `bannerid` = 5 ORDER BY `timer` DESC LIMIT 1;

WordPress database error: [Table 'd01af487.wp_cleverejobs_adrotate_tracker' doesn't exist]
SELECT `timer` FROM `wp_cleverejobs_adrotate_tracker` WHERE `ipaddress` = '54.196.17.157' AND `stat` = 'i' AND `bannerid` = 3 ORDER BY `timer` DESC LIMIT 1;

Neuen UmsatzsteuerregelnBevor ich dir jetzt mit diesem Artikel den Tag versaue, möchte ich dich darauf hinweisen, dass alle folgenden Angaben ohne Gewähr sind. Ich bin kein Anwalt und kein Steuerberater.

Nur eines ist sicher, solltest du E-Commerce mit Privatkunden aus den anderen EU-Ländern betreiben, werde ich dir gleich den Tag versauen. Okay, los geht’s.

Viele meiner Leser befassen sich mich mit dem Thema E-Commerce. So zum Beispiel, wie man Produkte auch in das europäische Ausland verkaufen kann.Das wären zum Beispiel Verkäufe von Produkten über eigene Shops oder Verkaufsseiten.

 

 

Nun hat sich die EU etwas ganz Feines ausgedacht (Eigentlich schon 2008, aber irgendwie hat es mal wieder keiner mitbekommen). Um dir diese tolle Idee der EU genauer zu erläutern, nehmen wir einfach mal an, du hättest einen Videokurs produziert.

Wenn du diesen Videokurs nun in Deutschland an einen deutschen Kunden verkaufst, musst du dieses Produkt logischerweise mit der in Deutschland gültigen Mehrwertsteuer verkaufen. Diese Mehrwertsteuer führst du dann in deiner Umsatzsteuervoranmeldung und schließlich mit der Umsatzsteuererklärung an dein Finanzamt ab.

So, jetzt kommt ab 2015 ein privater Kunde aus einem anderen EU-Land, sagen wir mal aus den Niederlanden und kauft deinen Videokurs per Download (also digitales Produkt), dann musst du dieses Produkt mit der Umsatzsteuer des jeweiligen Landes berechnen. Toll, oder?

Natürlich musst du auch im Vorfeld deinem niederländischen privaten Kunden den Preis deines Kurses auch mit der niederländischen Umsatzsteuer anpreisen. Ich gehe mal davon aus, dass du kein Hellseher bist, daher brauchst du eine Softwarelösung, die direkt merkt, aus welchem Land dein Kunde kommt und den Preis deines Produkt sofort für den Kunden sichtbar macht. Richtig kalkuliert natürlich.

Die Richtlinie, nach der das Ganze beschlossen wurde, nennt sich 2008/8/EG

Okay, noch mal langsam, zum Mitessen:

Laut dieser Richtlinie müssen ab dem 1 Januar 2015 alle Unternehmen, welche digitale Produkte und Dienstleistungen an Privatkunden, welche in den Nachbarländern in der EU wohnen, die Umsatzsteuer berechnen, welche in dem Land gilt, aus dem der Kunde kauft.

Ich habe in meinem Beispiel einen Videokurs genommen, aber es geht viel weiter. Es betrifft im Grunde alle digitalen Produkte. Das wären neben dem Videokurs:

  • E-Books
  • Kostenpflichtige Mitgliedschaften
  • Hostingangebote
  • Downloads
  • Kostenpflichtiges Webinarangebote
  • Und so weiter

Ich denke, du weist, was ich meine. Diese Regelung betrifft auch nur Geschäfte zwischen Business und Privatkunde, also B2C.

 

Was für Problem bringt die neue Regelung mit sich?

Preisangabe und Kalkulation

Einmal die Angabe des richtigen Preises für den jeweiligen Kunden. Ich hatte ja oben schon beschrieben, dass du deine Produkte immer mit dem richtigen Preis, für den jeweiligen Kunden aus dem jeweiligen EU-Land angeben musst. Das bedeutet, du musst schon im Vorfeld wissen, wer gerade deinen Shop, deine Webseite oder deine Verkaufsseite besucht.

Probleme wirst du auch bei deiner eigenen Kalkulation bekommen. Da die Umsatzsteuer in jedem Land unterschiedlich ist, verdienst du je nach Kunde mehr oder weniger am Verkauf.

Steuerrechtliche Unterstützung

Neben den steuerrechtlichen Gegebenheiten musst du dich nun auch um die jeweiligen Meldepflichten jedes EU-Landes und evtl. steuerrechtlichen Registrierungen befassen. Das ist für einen kleinen E-Commercer, der ein paar E-Books oder sonstige digitale Produkte handelt, eigentlich gar nicht machbar. Spätestens jetzt bist du meiner Meinung nach gezwungen, Geld für einen Steuerberater in die Hand zu nehmen. Klar, es war natürlich schon sehr gut, wenn man eh einen Steuerberater im Rücken hat, aber billiger werden seine Steuerberaterdienstleistungen durch diese Regelung bestimmt nicht.

Die Abwicklung der Erklärung soll über ein Internetportal beim Bundeszentralamt für Steuer laufen. Zusätzlich zur Voranmeldung der Umsatzsteuer sieht das Verfahren eine vierteljährliche elektronische Erklärung vor. Ist ja nicht so, als wenn man als Gewerbetreibender nicht schon genug behördliche Aufgaben zu meistern hätte.

Dieses Verfahren heißt MOSS. Das wiederum bedeutet mini-one-stop-Verfahren.

Und auf Deutsch heißt es „Kleinen einzigen Anlaufstelle für die Mehrwertsteuer“

Und hier habe ich auch den Link dazu: HIER KLICKEN

 

Warum so eine Regelung?

Der Grund dieser Regelungen ist, dass viele große Unternehmen, welche digitale Produkte vertreiben, diese Sparte nach Ländern wie Luxemburg ausgegliedert haben. Luxemburg hat einen sehr niedrigen Steuersatz. Um dies zu unterbinden, hat dich die EU diesen schlauen Plan ausgedacht.

 

 

Meine Meinung

Gewollt und nicht gekonnt! Ich kann verstehen, dass die EU auf die Art und Weise reagieren muss, wie Großunternehmen uns alle im Grunde veräppeln. Weil nichts anderes ist die Ausgliederung von Online-Sparten nach Luxemburg.

Aber zu was für einem Preis? Werden Gewerbetreibenden nicht schon genug Steine in den Weg geworfen? Anstatt die Selbstständigkeit den Leuten attraktiver zu machen, wird sie andauern torpediert. Es ist meiner Meinung keinem kleinerem Unternehmen dieser Aufwand zu zumuten. Viel von uns „kleinen Krautern“, welche ein paar Euronen mit dem Handel und der Produktion digitaler Produkte verdienen wollen, stehen nun einem unüberwindbaren Berg von Regelungen und Gesetzen gegen über. Ich werde mir bestimmt keine teure Software zu legen, welche vorab erfasst, aus welchem Land der Kunde kommt.

Jeder muss sich nun Gedanken machen, ob er diese Herausforderung annimmt oder einfach auf den europäischen Umsatz verzichtet. Und genau hier liegt die Gefahr dieser Regelung. Viele werden den Handel mit den anderen EU-Ländern ausklammern. Damit verlieren eigentlich alle. Denn wo keine Produkte verkauft werden, werden auch keine Umsatzsteuern abgeführt. Ich dachte immer, der Grund für die EU, wäre auch, die Geschäfte zwischen den einzelnen Ländern zu vereinfachen. Aber im Endeffekt wird dieses Ziel mit solchen Regelungen meilenweit verfehlt.

Ich bin sehr, sehr gespannt, wie die großen Affiliate-Anbieter wie Clickbank und Digistore auf diese Regelung reagieren werden. Wenn sie es richtig anpacken, werden sie die großen Gewinner dieser Regelung sein. Ich vertreibe meine Produkte ja zum großen Teil über Digistore24. Wenn die Techniker von Digistore es nun für mich möglich machen, dass meine Produkte über sie abgerechnet werden und Digistore das Problem der Umsatzsteuer übernimmt, werde ich auch ins europäische Ausland weiter verkaufen. Wenn nicht, dann verzichte ich auf den Rest der EU.

Und nur der informationshalber, diese Regelung gilt auch für das außereuropäische Umland :-) Der Chinese oder Russe oder Amerikaner oder wer auch immer, hat schließlich genau zu wissen, welcher Steuersatz in den verschiedenen EU-Ländern gilt. Natürlich muss er das auch auf seiner Internetseite für jedes Land korrekt darstellen. Wobei ich glaube, dass ICH hier nen Denkfehler habe. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die EU wirklich so anmaßend ist, das vom Rest der Welt zu verlangen

Wie gesagt, ich bin kein Steuerberater und auch kein Anwalt. Alle Fakten in diesem Artikel habe ich so niedergeschrieben, wie ich es verstanden habe. Es ist möglich, dass sich hier Fehler eingeschlichen haben oder ich einfach etwas falsch verstanden habe. Damit du dich auch über andere Kanäle über dieses Thema schlaumachen kannst, schreibe ich dir hier ein paar Links zu den Quellen hin.

Heise Online

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Viele-Shopbetreiber-und-Dienstleister-betroffen-Neue-Umsatzsteuerregeln-ab-2015-2423593.html

Bossticker

http://www.bossticker.de/news/default.asp?nws_item=33683

Beraternews

http://www.beraternews.net/recht/gesetzgebung/ab-2015-neue-umsatzsteuerregeln-3574885/

 

 



 

{ 4 Kommentare }

Schreibe einen Kommentar

*

  • Jürgen Hellriegel 10.11.2014, 10:47

    Hallo Oliver,
    eine sehr gute, negative Nachricht die Du uns kleinen “Krautern” bekannt gibst. Dass der Staat die Selbstständigkeit nicht unterstützt, wird wohl jeder kleine Unternehmer schon festgestellt haben. Die “Großen” machen was und wie sie wollen, weil da bei manchem Beamten der Durchblick fehlt in Sachen Steuer usw. Aber wie ist das eigentlich wenn man als Kleinunternehmen firmiert, da sind doch die Preise alle Endpreise d.h. inkl. Mehrwertsteuer? Es kann sich doch wirklich keiner von uns so eine bestimmt nicht billige Software kaufen. Ich werde es nach wie vor so laufen lassen wie es ist, und natürlich auch mit meinem Steuerberater reden, wie das nun in Zukunft so laufen soll.
    Aber ich hätte da noch eine Frage zu einem anderen Thema an Dich.
    Ich bin ja Neueinsteiger auf dem Gebiet Online-Marketing und habe inzwischen schon viel dazugelernt, aber eines bereitet mir noch Schwierigkeiten und zwar eine Dankeseite zu erstellen. Ich benutze WordPress und weis nicht wie ich die Danke Seite einstellen kann, so dass diese verdeckt also nicht sichtbar ist. Kannst Du mir vielleicht einen Tipp geben wie das geht und wie das anstellen kann?

    Beste Grüße
    Jürgen Hellriegel

    Antworten
    • Mercy 10.11.2014, 12:38

      Hallo Jürgen,

      das ist eine sehr gute Frage bezüglich der Kleinunternehmerregelung. Ich habe leider keine Antwort dafür :-(

      Auch deine zweiten Frage bzgl. der Danke Seite ist schwierig zu beantworten.

      Ich kann dir höchstens sagen, wie ich es mache. Handelt es sich um eine Antwortseite für ein GiveAway,dann erstelle ich ein eganz normlae Seite mit einem verrückten Namen. Bestehend aus Ziffern und Buchstaben.

      Der Grund ist, wenn jemand mein GiveAway haben möchte, dann wird er sich eher zum Newsletter eintragen, als irgendwie zu versuchen, die ThankYou Seite zu hacken.

      Handelt es sich um ein Produkt, welches ich verkaufe, dann handhabe ich es anders.

      Entweder ich fertige eine HTML-Seite oder eine WordPress Seite in einer anderen Installation an.
      Wichtig ist, dass diese Seite (egal ob in einer anderen WP-Installation oder eine reine HTML-Seite) ganz getrennt ist von deinem richtigen Blog bzw. deiner Verkaufsseite.

      Ich habe die Möglichkeit, bei meinem Anbieter verschiedene Unteraccounts im Web-Server anzulegen.
      Das hilft dann wirklich, die Danke-Seite zu verstecken.

      Das sind alles nicht sehr sichere Methoden, ich weiß, aber bis dato hat es bei mir gereicht. Es gibt natürlich auch viele Software-Lösungen, die, gerade in Verbindung mit Amazon S3, sehr sicher sind.

      Allerdings habe ich mich damit noch nicht beschäftigt. Ich habe es aber auf meiner To-Do-Liste.
      Sobald ich hier firmer bin, werde ich auch einen Artikel darüber schreiben.

      Beste Grüße

      Mercy

      Antworten
    • Ralf 12.12.2014, 0:00

      Hi Jürgen,

      wenn Du die Kleinunternehmerregelung nach §19 Umsatzsteuergesetz meinst, ist es so, dass Deine Preise (Endpreise/Kundenpreise) dann Nettopreise sind, also OHNE Umsatzsteuer (landläufig auch als “Mehrwertsteuer” bezeichnet) sind. Daher kann Dir diese schwachsinnige EU-Regelung dann auch am A… vorbeigehen, da Du vom Kunden ja gar keine Umsatzsteuer verlangst.

      Liebe Grüße
      Ralf

      Antworten
      • Xandi Ostermeyr 26.05.2015, 0:20

        Leider ist das nicht ganz richtig, Ralf.
        Auch wenn du in Deutschland nicht Umsatzsteuerpflichtig bist, bedeutet das nicht, dass es auch im Ausland so ist. Im Ausland gibt es diese Regelungen teilweise gar nicht.
        D.h. egal ob Umsatzsteuer befreit oder nicht: im EU-Ausland bist du Umsatzsteuerpflichtig.

        Viele Grüße,
        Xandi

        Antworten
  • RSS
  • Newsletter
  • Facebook
  • Google+
  • LinkedIn
  • Twitter
  • YouTube