Schlechte Laune?

Heute möchte ich gerne mal was zu Emotionen und Einstellung schreiben. Gerade im Verkauf, im Network und überhaupt beim Umgang mit Menschen ist eine gesunde positive Einstellung sehr wichtig. Aber auch für uns selber hat eine positive Einstellung nur Vorteile.

Alle haben wir gute und natürlich auch nicht so gute Tage. Damit verbunden machen sich natürlich auch unsere jeweiligen Launen bemerkbar. Mal ist es der nette Kollege, der uns gerade zum Wahnsinn treibt, dann funktioniert das laufend Projekt nicht so, wie wir uns vorgestellt haben und ab und an nervt sogar der Lebenspartner inkl. der gesamten Familie. Wenn man diese Situationen von „außen“ beobachten könnte, würde man vielleicht feststellen, dass einiges dieser Negativität gar nicht von unseren Mitmenschen ausgelöst wird, sondern von uns selber.

Nun ja, mal abgesehen davon, was nun wirklich Schuld an unserem Unbehagen ist, sollten wir nun überlegen, wie wir wieder auf den positiven Ast kommen und somit wieder auf Touren kommen.Denn eines ist klar, Negativität bremst unsere Kreativität aus. Wir sind meist mit uns selber zu sehr beschäftigt, als dass unser Geist frei arbeiten kann.

Wir kommen wir nun kurzfristig wieder in die positive Spur?



 

Hier einige Tricks und Tipps, die ich selber ausprobiert habe und welche auch wunderbar funktioniert haben.

1. Gut gelaunt spielen.

Am besten vor einem Spiegel. Das funktioniert wirklich. Es basiert auf der Annahme, das Gefühl und Signalisieren von Emotionen auf 2 Wegen funktionieren. Erst mal der normale Vorgang. Es geschieht irgendwas, was Dich negativ belastet. Also gibt dein Gehirn deiner Mimik und Gestik den Befehl, sich so zu verhalten, dass die Umgebung deine Emotion wahrnimmt. Es werden also Signale ausgesendet. Die Mundwinkel zeigen dann nach unten, wir lassen Schultern und Kopf hängen. Wenn es besonders schlimm ist, dann wirst Du eventuell sogar gebückt durch die Gegend schlurfen. Im Grunde ein sinnvoller Vorgang. Dir geht es nicht gut, also signalisiert Dein Körper der Außenwelt „Lass mich in Ruhe“. Der Körper macht also das, was das Gehirn ihm sagt.

Jetzt kommt der springende Punkt: Das funktioniert anders herum genau so :-)

Wenn Du nun schlecht drauf bist, kannst du dich selber umpolen, in dem du eben nicht gebückt rum läufst. Stell dich vor einen Spiegel und reiß Deine Mundwinkel nach oben und grinse wie ein Honigkuchenpferd. Stell dich in einen festen Stand, so, dass dich keiner umschubsen kann. Hebe die Schultern, mach dich breit und gerade. Versuche, aktiv deine Augen auch positiv aussehen zu lassen. Alles hilft nichts, wenn Deine Augen den Tränen nahe sind. Es kann nun passieren, dass Du Dich im Spiegel siehst und dich kaputt lachen musst, da es doch sehr schräg aussehen kann, wenn man sich so sieht. Aber Dein Gehirn nimmt Deine Mimik und Ausstrahlung wahr und vermutet, dass es Dir ja prächtig gehen muss. Also werden Gehirn und Geist wieder auf positiv geschaltet. Man kann hier wirklich von einer Selbstprogrammierung sprechen. Bei mir funktioniert es wirklich gut, da ich wirklich nicht lange brauche, bis ich anfange Grimassen zu schneiden und dann wirklich irgendwann grinse. Ich spüre auf jeden Fall die positive Aufladung und meist, nicht immer, aber meist kann ich dann alle Sachen wieder lockerer angehen.Versuche es einfach, auch wenn Du anfangs gar keine Lust dazu hast.

2. Bewusst Atmen.

Ebenso wie Mimik, Haltung und Gestik sieht es mit der Atmung aus. Je nach Stimmung atmet der Mensch anders. Um wieder einen positiveren Stimmungslevel zu erreichen, empfehle ich Dir, dich einfach mal 5 Minuten hin zusetzen und !Bewusst! zu atmen. Das kannst Du im Übrigen überall machen, wo du dich hinsetzen kannst. Auf der Parkbank, während Deiner Pause im Büro oder im Bus oder der U-Bahn. Schließe einfach Deine Augen, und setze Dich gerade hin. Atme nun ein und mach Dir bewusst, wie Dein Brustkorb sich hebt und sich beim Ausatmen wieder senkt. Spüre, wie du die Luft in dich aufsaugst und die verbrauchte Luft wieder der Natur zurückgibst. Atme ein wenig tiefer als normal, aber auch nicht zu tief. Konzerntrier Dich nicht darauf, die Lungen so voll wie möglich aufzupumpen, sondern auf die Atmung an sich. Und nun hilft es ungemein, wenn Du ein Mensch mit Fantasie bist. Stelle dir eine Umgebung vor, wo die Luft sauber und sichtbar ist. Atme die klare Luft ein und stell Dir vor, wie die Luft zu Dir strömt. Stell Dir vor, es wäre pure Energie. Beim Ausatmen stellst Du dir vor, dass Du Deinen ganzen Ärger in Form von dunkler Luft wieder abgibst. Sobald Du ausgeatmet hast, wir die dunkle Luft von der klaren neutralisiert und du atmest wieder gute Luft ein. Solltest Du nicht über so viel Fantasie verfügen, um dir so ein Szenarium vorzustellen, dann denk einfach an was anders, solange es positiv ist. Denk ans letzte gemeinsame Abendessen mit guten Freunden zum Beispiel. Wenn Du einatmest und dir die Szenerie vorstellst, wirst Du die Speisen bestimmt wieder riechen ;-) Eine ruhige Atmung signalisiert dem Gehirn Ruhe und Entspanntheit. Diese Faktoren sind ja nun nicht wirklich die Quelle jeglichen Trübsinns, oder?

3. Musik hören, die dir gut gefällt.

Musik welche einem gut gefällt, erhöht relativ kurzfristig die eigene Laune. Bei mir klappt das auch. Allerdings nur, wenn es positive Musik ist. Wenn ich zum Beispiel von Herbert Grönemeyer „Der Weg“ oder von von den Söhnen Mannheims „Und wenn ein Lied“ höre, kann ich nicht bestätigen, dass ich auf einmal energiegetränkt positiv abrocke. Aber das scheint bei jeden anders zu sein. Bewiesen ist allerdings, das Musik sich erheblich auf unsere Emotionen auswirkt. Wissenschaftler haben erforscht, dass sobald positiv bzw. angenehme Klänge das limbische System erreichen, dort Bereiche stimuliert werden, welche positive Emotionen auslösen. Beim Musik hören hast Du den Vorteil, dass es eine unmittelbare und schnelle Wirkung hat.

4. Meide das Umfeld von negativen Menschen.

Das ist mit das Wichtigste, auch wenn es nicht immer möglich ist. Ich habe überlegt, ob ich diesen Tipp überhaupt mit rein nehmen möchte, da es hier eher um eine langfristige Maßnahme geht. Negative Menschen haben leider die Angewohnheit, andere mit ihrer schlechten Laune und ihrer Unzufriedenheit anzustecken. Manchmal ist es gar nicht so klar zu erkennen, ob eine Person negativ ist. Oft ist es recht subtil und die Person empfindet sich gar nicht als negativ. Aber unser Unterbewusstsein nimmt erst mal alles ungefiltert auf. Ich weiß, das hört sich verzwickt an. Ein Beispiel.

Du startest ein neues Projekt. Als Du es deinen Freunden erzählst, bekommst du folgendes Feedback. Der Erste klopft Dir auf die Schulter und sagt, dass er glaubt, dass du das locker schaffen wirst, und wünscht dir Glück. Der Nächste sagt dir, dass wenn du Hilfe brauchst, er da sein würde. Schließlich fragt der Dritte, ob du dir denn auch sicher bist, ob du das überhaupt schaffen könntest. Schließlich hast Du ja so was noch nie gemacht und das letzte Projekt lief ja auch nicht so dolle.

Ich hoffe, du verstehst was ich meine. Es muss nicht immer das offensichtlich rum nörgeln an allem und jedem sein, manchmal ist es kleiner dosiert. Was aber auf der Dauer den gleichen Effekt hat. Wenn Du solche Menschen um dich hast, die dich mehr mit Ihren Problemen oder Verhalten runter ziehen, hast Du zwei Möglichkeiten. Du meidest sie oder du sprichst sie direkt drauf an. Unter negativen Menschen zähle ich allerdings auch neidvolle Menschen, daueraggressive Menschen und hassvolle Menschen. Im Grunde alles, was von der dunklen Seite kommt ;-)

Ich hoffe, Dir werden diese Tipps ein wenig weiter helfen, wenn es gerade nicht alles so läuft und du schlecht drauf bist.

Dir eine tolle Woche

 

Oliver „Mercy“ Floßdorf

 




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