Hallo, dieser Artikel ist jetzt schon 2 Jahre alt, aber ich hab ihn für die Neuauflage meines Blog nochmal raus gekramt.

Ich denke, dass dieses Thema zeitlos ist .

Viel Spaß beim Lesen



 

Das Telefon klingelt…….oh man, als wäre der Tag nicht schon elend genug.

Es klingelt weiter……echt beharrlich das Teil. Geh ich halt mal dran.

Ich:
Floßdorf, guten Abend (gähn)

Kollege:
Na, mein Guuder, alles klar?

Ich:
Jojo, kennst das ja, man kämpft sich so durch
(denke aber:  Wahrheit oder Floskel? Was willste hören?)

Kollege:
Hm, hörst Dich gar net gut an. Hab nix von Dir gehört, was ist los?

Ich:
(Oha, da ist wohl Wahrheit angesagt)
Ach, hör auf. Mein Auto ist kaputt. Richtig kaputt, fährt einfach nicht mehr.

Kollege:
Was ist denn mit dem Auto?

Ich:
Keine Ahnung, das ist ja das Frustrierende. Die Mechaniker finden den Fehler einfach nicht.
Die werkeln nun seit Wochen an der Kiste rum und finden nix. Jetzt ist die Rechnung mittlerweile schon so hoch, das die ne Pause einlegen und erst weiter machen, wenn frisches Geld kommt.

Kollege:
Das ist natürlich übel. Dann hau rein und arbeite fleißig, damit „frisches“ Geld wieder reinkommt *kicher*

Ich:
(Lustig, wirklich) Ha, was für ne tolle Idee. Weißt Du  eigentlich, wie fertig ich bin? Ich häng hier rum und kann nicht zum Kunden.
Ich bin total frustriert, so ein Dreck.

Kollege:
Ah, Du kommst net zu Kunden, ok. Dann nimm den Bus.

Ich:
(Super Tipp *an den Kopf kratz*) Ich wohne auf dem Land, wenn ich nen Bus mittags nehme, weiß ich nicht, ob abends noch einer nach Hause fährt.
Ist echt total xxxx im Moment. Kannst nix machen, kommst nicht weg, würg eben..

Kollege:
Dann nimm das Telefon in die Hand und ruf die Leute einfach an!

 

PENG

 

PENG…                Wie doof kann man eigentlich sein? Da hänge ich hier rum und tu mir selber leid und in all meinem Elend komme ich nicht mal auf die Idee, den Hörer abzunehmen und Geschäft zu machen.

Aber ist es wirklich Doofheit? Nein, ich denke nicht, ich nenne es den

„Kuss der Frustration“

Heimtückisch, ohne Warnung, blitzschnell schlägt die Frustration zu. Es muss gar nicht viel passieren, schon badet man in der zimmertemperierten Suppe aus Selbstmitleid und Trägheit. Man fängt an, an allem rum zu zweifeln. Zudem denkt man auch zu viel an unnützen Müll, der das Hirn blockiert.

Man merkt es kaum, aber schneller als es einem lieb ist, rekelt man sich im Trübsinn und Müdigkeit, frei nach dem Motto:
Man kann ja eh gerade nichts machen und außerdem ist ja im Moment alles gegen einen.

Warum sich jetzt aufraffen, klappt eh aus dem und dem Grunde nichts. Dann kann man direkt zu Hause bleiben…….

Das Problem an der ganzen Sache ist, das „Frustriert sein“ nicht anstrengend ist. Man muss nichts machen! Man liegt, sitzt oder steht einfach in seiner Frustration und lässt sich weiter frustrieren.

Um den Hebel umzuschalten, bedarf es nun Energie. Man muss wieder positive Energie schaffen, um wieder positive Gedanken zu generieren, um wieder aktiv zu werden.

Dies ist allerdings anstrengender als die Frust-Variante, aber es lohnt sich!

Es lohnt sich immer!

Es gibt einige Mittel und Wege, sich wieder in auf die positive Seite der Macht zu schlagen.

In diesem Falle war es ein Anruf eines Kollegen, der einem sagt, das man den Allerwertesten bewegen soll. Wenn man will, geht das nämlich!

„Kann nicht..“ heißt in den meisten Fällen „..will nicht“!

Übrigens, am Tag drauf habe ich den Hörer in die Hand genommen und….Geschäft gemacht 🙂

Solltet Ihr einmal dem „Kuss der Frustration“ verfallen, wünsche ich Euch unter anderem einen Anruf eines freundlichen Kollegen.

Danke Bernhard 😉
 




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