Herzlich Willkommen zum dritten Teil meiner Reihe

Themenbereich 3:  Was ist der Grund unser Unternehmungen?

Aufgrund der letzten beiden Bereiche, wissen wir nun, warum wir etwas machen und was zu unseren Entscheidungen beiträgt.

Die Frage, die sich nun stellt:

Was ist der Grund für all unseren Unternehmungen?

Welchen Zweck verfolgen wir? Was ist der letztendliche Sinn dahinter.

Ich denke, um unsere Kunden zu verstehen, müssen wir erst mal unser
eigenes Verhalten analysieren.



 

Warum machen wir das, was wir machen?

Das folgende Gedankenmodell basiert auf einen Ansatz von Anthony Robbins(*).

Es gibt nicht den einen Grund, sondern mehrere kleine Bauteile, welche im Ganzen den Zweck unseres Handels ergeben.

Ein sehr wichtiger Grund unseres Handelns liegt im Schaffen eines festen Fundaments.

Wie beim Hausbau. Wenn Ihr ein Haus auf Sand baut, dann ist die Gefahr sehr groß, dass Euer Haus nicht sehr lange steht. In unserem Leben ist das Fundament die „Komfortzone“.

In diese Komfortzone gehören Sicherheit und Geborgenheit, Halt und Vertrauen. In unserer Komfortzone können wir die Seele baumeln lassen, ohne uns über irgendwas Sorgen zu machen.  Tja, alles wäre so schön, wenn es nicht zu dieser Oase der Ruhe einen Gegenpart gäbe 🙂

Nämlich Unsicherheit und Abwechslung.

Und wie das nun mit uns Menschen so ist, können wir mit einem nicht zufrieden sein. Nein, wir wollen immer das haben, was wir gerade nicht besitzen. Menschen mit glatten Haaren wollen Locken haben, und die Lockigen dieser Welt wollen glatte Haare haben. Die Blonden wären gern brünett und die Brünetten wären am liebsten rothaarig und diese wären gerne…na, was wohl? Blond 🙂

Ihr kennt doch den Spruch:

„Das Gras auf der anderen Seite ist bestimmt grüner –
egal, auf welcher Seite man steht“

 Aber was jetzt im ersten Augenblick irrsinnig erscheint, ist in Wirklichkeit ein „Muss der Natur“.

Dem Halt und der Geborgenheit stehen Aktion und Abenteuer entgegen.Der Mensch braucht die Abwechslung.

Wenn dies nicht wäre, würden wir alle im Stillstand leben.

Gerade die Abwechslung ist es, die uns aus gewohnten Mustern treibt.

Einen Ferrari zu fahren oder in einem erstklassigen Hotel zu nächtigen ist bestimmt etwas ganz Tolles. Aber wenn Du das jeden Tag hast, wird es irgendwann langweilig.

Wie habt Ihr Euch über Euren ersten Flachbildfernseher gefreut, als der endlich an Eurer Wand hing. Wenn Ihr heute darauf Eure Lieblingssendung seht, ist es schon ganz normal für Euch. Eventuell überlegt Ihr Euch schon, ob nicht so ein neuer 3D-TV klasse wäre.

Tja, Ihr wisst, worauf ich hinaus will.

Aufgrund unserer ständigen Suche nach etwas Neuem, bringen Unternehmen in regelmäßigen Abständen neue Produkte auf den Markt. Oder zumindest stark verbesserte Produkte. Sie decken unseren Bedarf an Abwechslung. Und so geht es immer weiter. Aufgrund diesem Pendeln zwischen Komfortzone und Abenteuerland, bleiben wir in Bewegung, es geht immer vorwärts und nicht rückwärts.

Denkt zurück an den ersten Bereich dieser Serie, da hatten wir es auch mit einer „Waage“ zu tun, erinnert Ihr Euch?

Freude geben – Schmerz meiden

 und nun

Sicherheit/Geborgenheit – Unsicherheit/Abwechslung

 

Was wir dazu noch brauchen, ist Anerkennung. Wenn wir etwas leisten und keiner erkennt es an, dann fehlt etwas. Auch wenn wir alles richtig gemacht haben. Wenn dies zu oft passiert, kann dies zum Beispiel dazu führen, das der Mensch sich an seinem Arbeitsplatz nicht mehr wohlfühlt. Obwohl die Ergebnisse und auch das Gehalt stimmen. Wenn es auch zu Hause keine Anerkennung gibt, dann vielleicht abends in der Kneipe.

Im Grunde sind wir in der Regel alle auf der Suche nach Anerkennung.

Womit wir auch schon bei der kleineren Schwester der Anerkennung sind,
der Zugehörigkeit
.

Beides ist eng verknüpft. Wir suchen die Anerkennung bei bestimmten Menschen oder Gruppen. Und diesen Menschen bzw. diesen Gruppen, die uns diese Anerkennung schenken, wollen wir zugehören. Ich bin kein Psychologe, aber ich denke wirklich, dass Anerkennung und Zugehörigkeit einander brauchen. Kinder die zum Beispiel in Ihrer Familie keine Anerkennung erhalten, fühlen sich über kurz oder lang ausgestoßen, also nicht mehr zugehörig. Aber wenn das Kind die Anerkennung in einer Gang findet, dann will es dieser Gang natürlich angehören. Selbstverständlich ist es jetzt nicht so, dass jedes Kind, welches zu wenig Anerkennung bekommt, sofort zum Gangmitglied wird. Aber ich habe dieses Beispiel genutzt, um den Zusammenhang zwischen Anerkennung und Zugehörigkeit aufzuzeigen.

Festzuhalten ist, dass alle 4 besprochenen Bausteine unser Haus bilden und unserem Leben ein starkes Fundament geben.

Fertig sind wir aber noch nicht.

Ist Euch mal aufgefallen, dass wenn man wirklich alles hat, was man will, wenn man weiß, wo man hingehört und auch ab und zu Abwechslung hat, man in der Regel trotzdem weiter kommen will. Ob das nun im Beruf, in der Familie oder im Umfeld ist. Ob es eine neue Position, ein besseres Auto, höheren Verdienst oder Prestige ist, in der Regel versucht man weiter zu wachsen.

Und das ist auch ein großer Eckpfeiler in unserem Leben: Wachstum.

Ein Baum hört ja auch nicht einfach auf zu wachsen, nur weil er „groß genug“ ist. Wenn der Baum aufhört zu wachsen, dann stirbt er. Warum sollte das bei uns Menschen anders sein? Es ist ein natürliches Prinzip.

Schauen wir uns die besprochenen 5 Bausteine an, so sehen wir, dass alle Blöcke wichtig sind, aber trotzdem noch nicht den kompletten Sinn unseres Daseins erläutern.

Es fehlt nämlich noch was ganz Wichtiges: Engagement

Der Mensch ist ein Rudeltier (zumindest in der Regel, Ausnahmen gibt es sicherlich). Diese Gruppen in der wir leben sind unsere Familie, Vereine, Klubs und Freunde. Aber es gibt auch größere Gruppen: Kommunen, Gemeinden, Unternehmen und Länder. Wir alle sind Zahnräder einer großen Gemeinschaft, welche sich alle in einer Art Abhängigkeit zueinander befinden. Auch wenn uns dies nur selten bewusst ist. In meinen Augen ist es nötig, sich in seiner Gruppe, in dieser Gemeinschaft zu engagieren und einen wichtigen Beitrag zu leisten. Wie heißt es so nett:

„Geben ist seliger denn Nehmen“…

Und das stimmt auch absolut so. Damit ist nicht die jährliche Geldspende ans „Rote Kreuz“ oder an die Caritas gemeint, nein, auch die Weitergabe von Wissen, von Zeit, von körperlichen Leistungen und Ahnlichem ist damit gemeint.

In einigen Religionen, wie zum Beispiel im Hinduismus oder Buddhismus spielt dieses Verhalten als „Karma“ eine große Rolle.

Was passiert mit Menschen, die sich gar nicht engagieren? Sie werden leer, innerlich leer. Es gibt Menschen, die haben alles (meint man zumindest). Sie haben teure Autos, schicke Wohnungen, Geld im Überfluss, tolle Talente und so weiter. Und auf einmal liest man davon, dass der angesehene !“Star“ ein Alkohol- und / oder ein Drogenproblem hat. Manche Menschen versuchen ihre Leere mit extremen Dingen zu kompensieren. Natürlich heißt das nicht, dass jeder der Fallschirmspringer ist, eine Leere in sich hat.

Aber wenn ein Mensch innerlich leer ist, weil ihm was fehlt, was ihn erfüllt, wird er selbst Erfolge als Misserfolge ansehen. Wenn man sich aber für etwas engagiert was uns wichtig ist, kann uns dies den Sinn fürs Leben geben, den wir brauchen. Es kann andere Menschen inspirieren und auf uns selber zurück reflektieren. Es gibt uns das Gefühl, gebraucht zu werden.

Am Anfang dieses Kapitels schrieb ich, dass es nicht nur den einen Grund gibt, sondern mehrere kleine Bauteile, welche im Ganzen den Sinn unseres Handels ergeben.

Und dieses Ganze ist die Selbstverwirklichung. 

Dies ist der Sinn und der Zweck unseres Handelns. Wir wollen und selber verwirklichen.

 

 

Das war auch schon der 3.Teil meiner Reihe: Der Kunde, das unbekannte Geschöpf.

Die Zusammenfassung bzw. was wir nun mit dem gewonnen Wissen anfangen, schreibe ich im Laufe der nächsten Woche. Ist doch schon spät geworden.

 

Vielen Dank für Euer Interesse

 

Oliver „Mercy“ Floßdorf

 

P.S.: Macht Euch auch zum 3.ten Kapitel Notizen:

Überlegt, was war der Grund für Eure letzte Entscheidung?

Wenn Ihr dies habt, überlegt Euch bitte, welchen Grund hätte Euer Kunde, Euer Angebot anzunehmen?


 




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